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Unsere Gewinner-Kommentare im Januar

1. Preis:

Schmökerwürmchen, Rezension zu "Stella"

Der junge Schweizer Friedrich kommt 1942 nach Berlin, nachdem seine Familie auseinandergebrochen ist. Er möchte sich selbst ein Bild über die Gerüchte machen, die ihm zu Ohren kommen und außerdem die Kunsthochschule besuchen. Gleich am ersten Tag lernt er dort Kristin kennen und verliebt sich in diese unkonventionelle Frau. Kristin ist Aktmodell aber auch Sängerin, mit einer Vorliebe für Jazz. Sie zeigt Friedrich das Nachtleben, wickelt ihn mit ihrem Charme und ihrer Dominanz um den Finger und lässt sich von ihm aushalten. Friedrich ist ihr sehr schnell verfallen. Doch dann verschwindet Kristin wortlos und taucht erst nach mehreren Tagen wieder bei Friedrich im Hotel auf, in dem er während seines Aufenthaltes lebt. Die Haare abgeschoren und misshandelt. Denn Kristin ist nicht ihr richtiger Name, Stella Goldschlag wurde als Jüdin geboren. Sie konnte sich gerade noch aus den Fängen der Nazis retten, doch um welchen Preis?

Wow!!!!! Dieses Buch hat mich zutiefst beeindruckt und mir keine Ruhe gelassen, bis ich es in einem Rutsch durchgelesen hatte. Um mich nicht zu spoilern, bin ich direkt angefangen, ohne vorherige Hinweise, ohne das Nachwort zu lesen. Stella Goldschlag war mir eine bisher unbekannte Person und ich habe sie erst im Anschluss gegoogelt. Man ahnt bereits, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen kann. Während des Lesens hatte ich ständig das Gefühl, mir gefriert das Blut in den Adern. Dabei schreibt Takis Würger hier in einem sachlich nüchternen Ton und doch hat es mich emotional gepackt. Ihm ist es großartig gelungen, die reale Figur Stella Goldschlag in diesem Roman einzubinden. Zu Beginn eines jeden neuen Monats werden verschiedene historische Ereignisse erwähnt. Kursiv abgedruckt liest man Auszüge aus den gerichtlichen Protokollen, deren Zusammenhang und Grausamkeiten sich schon bald entfalteten. Besonders an Einzelschicksalen wurden die schrecklichen Machenschaften umso deutlicher dargestellt und wirkten dadurch noch emotionaler. Insgesamt ging mir das Buch richtig nahe und Stella hat mich absolut erschüttert. Wieweit würde man tatsächlich gehen, um das eigene Leben zu schützen? Takis Würger ist es absolut großartig gelungen, Fiktion und historische Begebenheiten sachlich, spannend und zugleich emotional zu transportieren. Ich finde es ein sehr wichtiges Buch, gegen das Vergessen. Und für ein Miteinander, unabhängig von Religion oder Nationalität. Einziger Kritikpunkt aus für mich der Preis, 22 € für knapp über 200 Seiten finde ich im Verhältnis eher unangemessen. In der Buchhandlung hätte ich es aus eben diesen Gründen wohl nicht mitgenommen, was sehr schade gewesen wäre. Und dennoch wünsche ich dieser Geschichte ihren verdienten Erfolg. Sicherlich wird das Buch noch lange in meinem Kopf hängen bleiben und definitiv mit ein bisschen Abstand nochmals von mir gelesen werden. Dafür gibt es von mir eine ganze Hand voll extra Sterne!!!!

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2.-4. Preis:

Marianne J.V., Rezension zu "Granatapfelkerne"

Granatapfelkerne - Eine einfühlsam erzählte Geschichte über die Flucht einer Familie aus dem Iran

Mina ist ein glückliches kleines Mädchen. Sie lebt mit fürsorglichen Eltern und ihren geliebten Großeltern in einem gemütlichen Haus in Teheran. Ihre Freizeit verbringt sie mit netten Freundinnen, besucht mit ihnen die gleiche Schule und sie hat in ihrem Garten einen speziellen Freund, den sie besonders liebt - einen wunderschönen Granatapfelbaum. Er ist für sie mehr als nur ein Baum. Er ist ihr Vertrauter, dem sie alles erzählen kann, was ihr kleines Herz bewegt. Von seinen Früchten hat sie in einer Dose einige Kerne aufbewahrt, die sie wie ein Kleinod hütet.

Minas sorglose Kindheit wird jäh zerstört, als in Persien die Revolution ausbricht. Nichts ist mehr wie es vorher war. Ihr Heimatland wird von nun an Iran genannt, ein despotischer Herrscher hat die Macht übernommen und auf den Straßen patrouillieren schwer bewaffnete Polizisten. Niemandem unter den ehemaligen Freunden kann man mehr trauen, selbst in der Schule werden die Kinder bespitzelt.

In kindlicher Unschuld und Ahnungslosigkeit verplappert sich Mina während des Unterrichts und erzählt von westlichen Videos und Büchern, die zuhause angesehen und gelesen werden. Das hat schlimme Folgen. Zum großen Schrecken der Familie stürmt noch am gleichen Abend die Polizei ins Haus und durchsucht rigoros die Schränke nach verdächtigen Videos und Büchern.

Minas Eltern werden für den nächsten Tag aufs Revier befohlen. Die Großeltern wissen, dass ein Verhör gleichzeitig die Festnahme bedeuten wird. Daher raten sie dringend zu sofortiger Flucht. In Windeseile werden die notwenigsten Habseligkeiten gepackt und Mina bleibt gerade noch Zeit ihr wichtigstes Hab und Gut, die Dose mit den Granatapfelkernen, an sich zu drücken und zu ihrem Granatapfelbaum zu laufen. Sie umarmt ihn, als wolle sie Schutz bei ihm suchen. Dann heißt es schweren Herzens von den Großeltern Abschied zu nehmen; eine schmerzliche Trennung auf ungewisse Zeit steht ihnen bevor.

Die aufregende Flucht in den Westen, ins Ungewisse, beginnt. Barbara Naziri gelingt es, diese beschwerliche Reise, die durch mehrere Länder führt, auf besondere Weise zu schildern. Der Leser wird in die Ereignisse hineingezogen und lebt und leidet mit, insbesondere mit der kleinen, tapferen Mina.

Dieser spannenden Erzählung will ich nicht vorgreifen, doch so viel sei verraten: Mina gelingt es, in dem fremden Land, in dem sich die Familie niedergelassen hat, ihre Granatapfelkerne zum Sprießen zu bringen. Nun weiß sie, sie ist angekommen. Sie hat ihre neue Heimat gefunden.

Diese Geschichte ist für Kinder wie für Erwachsene gleichermaßen bedeutsam und lehrreich. Besonders unseren Kindern sollte sie nahe gebracht werden. Dann werden sie erkennen, was es für Flüchtlingskinder bedeutet, Heimat und Freunde verlassen zu müssen, um in der Fremde einen Neuanfang zu bewältigen.

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Schmökerwelten, Rezension zu "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen"

Fernab von den gängigen, kommerziell gehypten Büchern hab ich hier ein ganz besonderes Schätzchen entdeckt. Es sind zwei kleine Theaterstücke mit einem ganz eigenen Charme. "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" ist ein Monolog des Endvierzigers Hans Fredenbek - seines Zeichens Beamter. Man kennt sie ja, die gängigen Vorurteile und das Klischee, das der Beamtenstand so mit sich führt. Ich weiß, wovon ich rede, denn mein Vater ist selber einer. Und besagter Hans Fredenbek macht daraus eine One-Man-Show vom Feinsten. Wie er sich minutenlang über einen Radiergummi auslassen kann und dabei in höchsten Tönen auf eine fast schon romantische Art ins Schwärmen gerät und auch seine Überlegungen zur PISA-Studie haben schon ein Dauergrinsen in mein Gesicht gebrannt. Als er dann vom Seelenleben der Frauen und über die Erektion des Mannes schwadroniert, habe ich Tränen gelacht. Seine Gedankengänge, in denen er von Pott auf Deckel kommt, sind einfach nur herrlich und voller trockenem Humor und Situationskomik. Wie sagt der Autor so schön: etwas zwischen Slapstick und Tragik, wobei ich eindeutig zu Ersterem tendiere! Genau das Richtige für alle, die mal wieder herzhaft lachen möchten.

Die "Einladung zum Klassentreffen" ist etwas anders aufgebaut - es ist ein telefonischer Dialog. Marina und Carsten waren während ihrer Schulzeit ein Paar. Jedoch trennten sich ihre Wege wieder. Nach zwanzig Jahren meldet sich Carsten bei ihr, um sie zu einem geplanten Klassentreffen einzuladen. Während des Gespräches lassen sie ihre Schulzeit Revue passieren und erinnern sich an die Marotten ihrer Klassenkameraden. Aber auch Marinas tragische Ehe, die in einer Scheidung endete, wird Gesprächsthema. Die beiden gewinnen nach und nach ihre Vertrautheit wieder und entdecken dabei auch alte Gefühle. Schließlich bittet Carsten sie um ein Date. Dieses eigentlich vertrauliche Gespräch, geführt in einem Zugabteil, bleibt von einigen Mitreisenden jedoch nicht ungehört und natürlich möchten sie erfahren, was aus den beiden wird... "Einladung zum Klassentreffen" entwickelt sich zu einer hinreißenden Liebesgeschichte, die aber auch voller Witz und auch Tragik steckt.

Es hat mir riesigen Spaß gemacht, dieses Büchlein, das so viel Charme und Humor besitzt, zu lesen. Ich habe mit diesen zwei Theaterstücken etwas für mich vollkommen Neues ausprobiert und es hat sich soooo gelohnt!

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skandinavischbook, Rezension zu "Stieg Larssons Erbe"

Meine Meinung : Wer kennt nicht die erfolgreiche Millennium Trilogie von Stieg Larsson und diesen als Schriftsteller, doch vor dieser Geschichte war ich mir nicht bewusst, welch kryptischer und reflektierter Ermittler in eigenen Recherchen der schwedische Erfolgsautor war. Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Premierminister Olof Palme in Stockholm auf offener Straße erschossen und über Jahre hinweg recherchiert Larsson und versucht den nie gefassten Mörder ausfindig zu machen... Und genau diese Geschichte mit ausreichendem Recherchematerial erzählt der schwedische Autor Jan Stocklassa in einem TrueCrime Thriller allerbester Sorte, mit Stieg Larsson als Protagonist und hierbei kommt jeder Leser von anspruchsvoller Kriminalliteratur und jeder Fan Larssons auf seine Kosten. In einer versierten Art und Weise führt uns der Autor durch eine durchaus komplexe und anspruchsvoll aufgemachte Story, die mich bis zum Schluss packen und begeistern konnte!

Fazit : Eine große Leseempfehlung!

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